Über das Kommunale Integrationszentrum (KI)



Am 02.07.2010 hat der Kreistag den Integrationsbericht für den Kreis Warendorf verabschiedet, der in einem zweijährigen Beteiligungsprozess erstellt worden ist. Das über 80 Maßnahmen umfassende Handlungsprogramm wird seitdem schrittweise umgesetzt. Eine ämterübergreifende Steuerungsgruppe trifft sich regelmäßig, um den Stand der Umsetzung zu erheben und weitere Maßnahmen zu planen. Als ein entscheidender Schritt ist hier die Einrichtung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) des Kreises Warendorf mit Sitz in Ahlen zu nennen. Die Einrichtung ist angesiedelt beim Schul-, Kultur- und Sportamt des Kreises. In den Handlungsfeldern des KI werden die Arbeitsschwerpunkte „Integration durch Bildung“ und „Integration als Querschnittsaufgabe“ zusammengeführt.


Eine zentrale Aufgabe im Bereich der Bildung ist die Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien entlang der Bildungskette von der frühkindlichen Bildung bis hin zum Übergang Schule – Beruf, die Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien unter Beteiligung des Elternhauses und der Migrantenselbstorganisationen. Zur Erreichung dieser Ziele setzt das KI folgende Projekte mit unterschiedlichen Kooperationspartnern kreisweit um:


FIT - Frühkindliches Integrationstraining“ mit den Programmen „Griffbereit“, „Rucksack-Kita“ und „Rucksack Schule“, „Föbis - Förderung bildungssprachlicher Kompetenzen“, „Mercator-Projekt“ und das „Sprachhelfer-Projekt“. Die Fortführung des "Sprachschätze-Projektes“ erfolgt durch schulformübergreifende Fortbildungen zur interkulturellen Schulentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzteam des Kreises.


Seit Januar 2014 werden die Handlungsschwerpunkte des KI um den Aufgabenschwerpunkt „Integration als Querschnitt“ erweitert. Gemäß Teilhabe und Integrationsgesetz NRW soll durch diesen Schwerpunkt der Fokus Migration in den Regelsystemen stärker verankert werden. Dies kann alle Aufgaben kommunaler Integrationsarbeit betreffen, wie z.B. Gesundheit, Kultur, Wirtschaft, Interkulturelle Öffnung der Verwaltung etc. Im Bereich „Integration als Querschnittsaufgabe“ steht die stärkere Vernetzung von integrationsrelevanten Akteuren in den Verwaltungen, bei den Integrationsagenturen, den Migrationsberatungsstellen, den Jugendmigrationsdiensten und in den Migrantenorganisationen und die Schaffung von Transparenz über integrationsbezogene Projekte und Angebote im Mittelpunkt.


Zu diesem Handlungsfeld gehört auch das vom Landesministerium für Arbeit, Integration und Soziales geförderte Programm „KOMM-AN NRW“, welches die Unterstützung und Begleitung der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe im Fokus hat.


Das Kommunale Integrationszentrum im Kreis Warendorf leitet dazu eine AG Integration, in der Vertreterinnen und Vertreter aller 13 Städte und Gemeinden und der drei Integrationsagenturen im Kreis Warendorf zu aktuellen integrationspolitischen Themen zusammenkommen.


Transparenz über die integrationspolitische Akteurs- und Angebotslandschaft und einen Überblick zu Ansprechpartner/innen zum Thema Integration und Flucht in den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, sowie bei den freien Trägern und den Migrantenorganisationen bietet der Menüpunkt Öffnet internen Link im aktuellen FensterIntegration von Ahlen bis Warendorf.

Das Kommunale Integrationszentrum wird gefördert druch: