Fortbildungsreihe Interkulturelle Kompetenz für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsbegleitung – Teil 2

Die zurückliegende Fortbildungsreihe "Interkulturelle Kompetenz für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsbegleitung" wird auf vielfachen Wunsch der Teilnehmenden fortgeführt und auf weitere Themenschwerpunkte ausgeweitet. Im Rahmen von drei Workshops geht es dieses mal um Elternarbeit, den Gesundheitsbereich und um Religion:

 


Workshop 1:
Interkulturelle Elternarbeit
Referentin: Mariya Lorke, Ethnologin und Sozialanthropologin M.A., ESE e.V.
Mittwoch 20.09.2017, 18 – 21 Uhr
Jobcenter Ahlen – Gruppenraum, Raiffeisenstr. 11, 59229 Ahlen
alternativ

Samstag 23.09.2017, 10 – 13 Uhr
Hof Lohmann, Gronhorst 10, 48231 Warendorf-Freckenhorst

Die ersten Erfahrungen von Menschen mit Migrationsgeschichte mit dem Deutschen Bildungssystem sind entscheidend dafür, welche Werte und Umgangsstrategien in Bezug auf Kita und Schule sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern entstehen, sich festigen oder neu gewichten. Wenn eine Kita oder Schule offen für alle Kinder ist, muss auch ein Weg gefunden werden, alle Eltern zu erreichen. Wie sind die Auffassungen für das Konzept "Elternarbeit" im interkulturellen Vergleich? Wo liegen die häufigsten interkulturellen Missverständnisse zwischen ErzieherInnen bzw. LehrerInnen und Eltern? Welche Rolle spielen die Kinder in diesem Spannungsfeld? Welche Wege sind möglich, um die Eltern sowohl zu erreichen als auch das Verständnis beider Seiten füreinander zu stärken, um letztlich den Weg zu einer interkulturell-sensiblen Institution zu ebnen? All diesen Fragen widmet sich der Workshop "Interkulturelle Elternarbeit" - interaktiv, zielgruppenorientiert und praxisnah.
 

Workshop 2: Gesundheit und Krankheit im interkulturellen Vergleich
Referentin: Mariya Lorke, Ethnologin und Sozialanthropologin M.A., ESE e.V.
Mittwoch 04.10.2017, 18 – 21 Uhr
Jobcenter Ahlen - Gruppenraum, Raiffeisenstr. 11, 59229 Ahlen    

Das Verständnis von Gesundheit und Krankheit ist sehr stark durch unsere eigene Kultur geprägt. Was ist gesundes Essen? Was tut unserem Körper gut, was ist ungesund? Was mache ich, wenn ich krank bin und wie erkläre ich die Ursachen einer Erkrankung? Von wem mache ich meine Heilung abhängig? All diese Fragen deuten auf die kulturelle Dimension des Themas und stellen eine große Herausforderung für das interkulturelle Miteinander dar. Das Verständnis von Gesundheit und Krankheit fordert im interkulturellen Vergleich unsere Fähigkeit zum Perspektivenwechsel und zum wertfreien Umgang mit anderen Vorstellungen heraus. Dieser Workshop liefert Hintergrundinformationen zum Gesundheitsverständnis im interkulturellen Vergleich, ermöglicht einen Perspektivenwechsel und bietet genügend Raum für eine Selbstreflexion.


Workshop 3:
Interreligiöser Dialog
Referentin: Mehrnaz Koch-Kondazi, Betriebswirtin (IHK), stv. Vorstandsvorsitzende ESE e.V.
Samstag 07.10.2017, 10 – 13 Uhr
Hof Lohmann, Gronhorst 10, 48231 Warendorf-Freckenhorst

In Deutschland leben Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen zusammen. Oft erscheinen dabei die religiösen Vorstellungen der Anderen fremd und unverständlich. In dem Workshop wird anhand von islamischen Glaubensvorstellungen verdeutlicht, wie mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten verschiedener Religionen umgegangen werden kann. Dabei werden auch Handlungsstrategien der Interkulturellen Kompetenz vermittelt, die eine Basis für den Umgang mit Heterogenität sind.


Die Teilnahme ist kostenlos. An den Samstagsterminen laden wir im direkten Anschluss an die Fortbildung zum gemeinsamen Essen im Hof Lohmann ein.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um eine vorherige Anmeldung bis spätestens 14 Tage vor dem jeweiligen Termin. Hierzu wenden Sie sich bitte im Kommunalen Integrationszentrum an Herrn Roland Stefani: Roland.Stefani@kreis-warendorf.de | Tel.: 0 25 81 53 45 08

Weitere Informationen zu den Referentinnen und dem Verein „Ethnologie in Schule und Erwachsenenbildung e.V.“  finden Sie unter http://www.ese-web.de/.

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